31.07.2009 Wer demonstriert wird entlassenIsabel Knauf verbietet ihren Mitarbeitern politische Äußerungen Knauf drohte am 21. Juli in einem internen Schreiben allen Mitarbeitern im Iran mit sofortigem Rauswurf, wenn sie bei einer Demonstration erwischt werden, die die Regierung von Ahmadinedschad kritisiert. Die iranische Knauf-Dependance untersteht dem Mangement des deutschen Gipsunternehmens Knauf Gips KG direkt. Zudem ist das Schreiben von Isabel Knauf aus der Gründerfamile des Unternehmens unterzeichnet. Das Schreiben (Ausschnitt unten) kann als PDF-Datei hier eingesehen werden: |
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Februar 2004 Knauf besitzt 72 % des Abbaufeldes KohnsteinKnauf blockiert Aktivitäten anderer Gipsfirmen Die Firma Knauf hat mit Kauf der insolventen Firma Wildgruber (WICO) nicht nur die Fertigungsanlagen für Estriche, Gipsplatten und andere Gipsprodukte erstanden, sie hat auch 72 % des genehmigten Steinbruchs Niedersachswerfen/Kohnstein erstanden. Allerdings blockiert sie am Kohnstein die Abbau-Interessen weiterer Firmen, die zum einen den Anhydrit aus ihren 28 % Steinbruchanteil abbauen und verkaufen möchten, zum anderen für potenzielle Gipsabnehmer aus den Knauf-Anteilen. Knauf hält sich eine Entscheidung, ob sie vor Ort nicht doch irgendwann einmal abbauen wollen für die nächsten Jahre offen.
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Januar 2004 Knauf bereitet neuen Gipsabbauantrag am Werk Dorste bei Osterode vorSteinbrucherweiterung auf über 40 Hektar geplant Die Firma Knauf hat im Zusammenhang mit der Pilotanlage zur Auswaschung alter Gips-Halden einen Antrag auf Änderung der Renaturierung des bestehenden Steinbruches an der B 241 sowie auf Neuerschließung von weiteren ca. 15 Hektar Abbaugebiet "Am kleinen Pfingstanger" oberhalb des Osteroder Stadtdorfers Ührde gestellt. Versuche der Naturschutzverbände, im Rahmen eines Flächentausches die sehr wertvollen Wiesengebiete der Hopfenkuhle oberhalb des Wildschweingeheges bei Ührde aus der seit den 70 er Jahren bestehenden Abbaugenehmigung auszulösen, wurde von der Firma Knauf wegen der dort vorkommenden hohen Gipsmächtigkeiten nicht nachgekommen. Lediglich im oberen Drittel der Buckelwiesen der Hopfenkuhle wurde ein Tausch mit weniger wertvollen Flächen aus dem bestehenden FFH-Gebiet verabredet. Damit wird ein weiteres Kleinod der Karstlandschaft dem Gipsabbau zum Opfer fallen.
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Oktober 2003 Knauf stellt Antrag zum Bau einer Naturgips-AuswaschanlagePilotprojekt zur Gipsgewinnung aus Haldenmaterial am Werk Dorste bei Osterode Die Firma Knauf hat einen Antrag nach Bundes-Immissions-Gesetz zum Bau einer Wasch- und Klassieranlage für Gipsabraum beim Gewerbeaufsichtsamt Göttingen gestellt. Die Anlage ist eine Pilotanlage, die Gips aus einer alten Abraumhalde im bestehenden Steinbruch "Rump & Salzmann" (seit rund 20 Jahre zu Knauf gehörig) auswaschen soll. Im Verfahren kann sehr reiner Gips (über 95 Prozent) gewonnen werden. Aauch zur Reinigung stärker verunreinigter Naturgipslager kann das Verfahren genutzt werden.
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14.04.2003 Heidelberger Zement AG bestraftKartellamt verhängt 660 Millionen Euro Bußgeld gegen Zementkartell Das Bundeskartellamt hat gegen die sechs führenden Unternehmen der deutschen Zementindustrie Bußgelder von insgesamt 660 Millionen Euro verhängt. Dies sei insgesamt das höchste Bußgeld in der Geschichte des Kartellamtes, sagte der Präsident der Behörde, Ulf Böge, am Montag in Bonn. Das höchste Bußgeld verhängte die Behörde gegen den Gips- und Zementvermarkter Heidelberger Zement AG, der nach den Worten von Böge eine Führungsrolle im Kartell zukommt. Heidelberger Zement muss 251,5 Millionen Euro zahlen. Hinzu kommen Bußgelder von 142 Millionen Euro gegen die Schwenk Zement KG, von 95 Millionen Euro gegen die Dyckerhoff AG, 86 Millionen Euro gegen die Lafarge Zement GmbH (ebenfalls im Gipsgeschäft tätig), 74 Millionen Euro gegen die Alsen AG und 12 Millionen Euro gegen die Readymix AG. Böge bezeichnete die Bußgelder als moderat, weil einige Unternehmen kooperiert hätten. Böge teilte auch mit, dass das Kartellamt weiter gegen mehrere mittelständische Unternehmen ermittele. Die bisher höchste Gesamtgeldbuße von rund 180 Millionen Euro hatte die Behörde Anfang des Jahrzehnts gegen Transportbetonhersteller verhängt. Der Baustoffhersteller Heidelberger Zement erklärte: Die Gesellschaft bestreitet den wesentlichen Teil der Vorwürfe sowie jeglichen Mehrerlös und wird umgehend Einspruch einlegen. Heidelberger Zement hat für die Kartellamtsstrafe wie andere betroffenen Konzerne auch eine Rückstellung gebildet, deren genaue Höhe das Unternehmen bisher aber nicht nennt. Das darbende Baugewerbe hofft nun auf niedrigere Preise für Bauherren. Wir hoffen, dass sich jetzt ein richtiger Markt herausbildet, sagte die Sprecherin des Zentralverbandes Deutsches Baugewerbe (ZDB), Ilona Klein, in Berlin. Die Preisabsprachen der Zementhersteller hätten letztlich immer dem Auftraggeber von Bauprojekten geschadet. Die Zeche zahlt der Kunde, sagt Klein. Die Anbieter hatten laut Kartellamts zum Teil seit den 70er Jahren wettbewerbswidrige Gebiets- und Quotenabsprachen getroffen und bis zum Jahr 2002 fortgesetzt. Räumlich betroffen waren die Märkte in Ostdeutschland, Westfalen, Norddeutschland und Süddeutschland. Durch die Absprachen sei der Wettbewerb auf diesem Markt nahezu vollständig ausgeschlossen worden, sagte Böge. Die Preise konnten auf ein Niveau angehoben werden, das unter Wettbewerbsbedingungen nicht zu erreichen gewesen wäre. Damit seien Abnehmer von Zement und Verbraucher massiv geschädigt worden.
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Februar 2003 Welche Gipsfirma bleibt im Landkreis Nordhausen erhalten?Seit Sommer 2001 schließen Thüringer Gipswerke sukzessive wegen anhaltend schlechter Konjunktur Zuerst trifft es die kleinen: Vollgipsplattenwerk Klein-Furra und der "Bayer Wildgruber" bei Niedersachsenwerfen haben 2001 und 2002 ihre Werke in Nordthüringen geschlossen - 160 Arbeitsplätze gingen hier insgesamt verloren. Jetzt trifft es auch schon die Großen: das Ellricher Gipswerk im Landkreis Nordhausen, dem multinationalen Konzern "Heidelberger Zement/Maxit" zugehörig, steht ebenfalls kurz vor der Pleite. Wer bleibt eigentlich im Thüringer Gipskarst als Werk? Wenn das Ellricher Gipswerk keinen Käufer findet, hat der Landkreis Nordhausen kein Gipswerk mehr - lediglich einen Haufen Steinbrüche mit - in den meisten Fällen - genehmigten Abbauflächen, sowie den Firmen Börgardts - British Plaster Board und Knauf, die in Thüringen nur Gipsgestein ausbeuten, aber ihre Werke in den Nachbarbundesländern (BPB-Börgardts in Niedersachsen und Knauf in Sachsen-Anhalt) haben. Bleibt den Thüringern nur der Trost, dass auch die Niedersachsen von BPB-Börgardts keine Gewerbesteuer erhalten, da der Mutterkonzern in England sitzt? Ein schlechter Trost, wenn man mittlerweile mit ansehen muss, wie selbst Firmen, die Pleite machen, noch neue Abbaugebiet genehmigt bekommen und die Landschaftszerstörung und die Zerstörung des dortigen Tourismus damit in keiner Weise aufgehalten wird!
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Dezember 2002 Ellricher Gipswerk wird abgestoßenDas Ellricher Gipswerke von Heidelberg Zement/Maxit steht zum Verkauf Nach WICO steht auch das Ellricher Gipswerk im Landkreis Nordhausen, dass bisher von Heidelberg Zement/ Maxit betrieben wird, zum Verkauf. Ortsansässige haben bereits seit längerer Zeit einen starken Einbruch in Fördermengen und Werksbetrieb beobachtet. Das Werk betreibt aktuell die Steinbrüche Ellricher Klippen, Rüsselsee und Hohe Schleife. Diese genehmigten Gipstagebaue könnten bei Werksverkauf an ansässige Gipsunternehmen eine Erschließung neuer unverritzter Karstflächen, z.B. in der Rüdigsdorfer Schweiz, verhindern. Allerdings wäre eine Abbaugenehmigung am Winkelberg fpr das Unternehmen allein daher interessant, da der sehr reine Gips am Winkelberg beim geplanten Verkauf einen wesentlich besseren Preis erzielen würde.
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04.12.2002 WICO schließt das Werk am KohnsteinGenehmigter Gipstagebau Kohnstein würde anderen Unternehmen für über 100 Jahre Gips liefern Im Dezember 2002 musste der bayrische Gipsproduzent Wildgruber (WICO) sein Gipswerk am Kohnstein bei Niedersachswerfen im Thüringischen Gipskarst schließen. Rund 140 Mitarbeiter, vorwiegend für die Produktion und den Vertrieb von Gipsfließestrichen verantwortlich, wurden entlassen, obwohl Gemeinden vor Ort versuchten, die Mitarbeiter in einer Auffanggesellschaft weiter zu beschäftigen. Fachleute vor Ort berichten, dass neben den Gips- und Anhydritmengen, die eine Auffangfirma nutzen würde, der "nebenbei" anfallende Gips zwei weiteren ansässigen Gipsfirmen zur Verarbeitung kostengünstig angeboten wurde. Dies Material würde den Gipsfirmen für je 70 Jahre den Werksbedarf an Gips decken und den Abbau in anderen noch wertvolleren und bisher nicht genehmigten Gipskarstgebieten unnötig machen
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27.11.2002 Abzockerei bei Gipsplatten bestraftGipsmultis von EU zu 480 Millionen Euro Strafe verurteilt Die EU-Kommission hat gegen ein Gipsplatten-Kartell von vier europäischen Firmen die zweithöchste Geldbuße ihrer Geschichte verhängt. Von den insgesamt rund 480 Millionen Euro Strafe entfallen knapp 86 Millionen Euro auf die deutsche Firma Gebrüder Knauf Westdeutsche Gipswerke, wie die Kommission am Mittwoch in Brüssel mitteilte. Den größten Anteil soll mit knapp 250 Millionen Euro der französische Baustoff-Konzern Lafarge zahlen. Knapp 140 Millionen Euro Strafe verhängte die Kommission gegen das britische Unternehmen BPB, die belgische Gyproc Benelux wird mit rund vier Millionen Euro zur Kasse gebeten. Auf die vier Unternehmen entfällt fast die gesamte Gipsplattenproduktion in den vom Kartell betroffenen Ländern. Drei der vier erwischten Preistreiber bauen einen Teil ihrer Gipse zu Billigstpreisen
in den Südharzer Tagebauen ab: Details zum Urteil hat die Europäische Union als Presseerklärung Nr. IP/02/1744 ins Internet gestellt. Zitat bab24 - der Online-Baumarkt:
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21.09.2002 Teilschließung im Gipswerk BodenwerderRigips entlässt zwei Drittel der Belegschaft BODENWERDER - Wie kürzlich bekannt wurden, sollen von den im Gipsplattenwerk arbeitenden 150 Arbeitern 103 entlassen werden. Damit sollen laut der Management-Abteilung die "vorhandenen Produktionskapazitäten der Nachfrage angepasst" werden. Bereits im Juni dieses Jahres kündigte Rigips die Entlassung von "bis zu 75" Mitarbeitern an. Während die Produktionssparte Gipsfaserplatten fortgeführt wird, werden die Sparten Gipskartonplatten, Deckensysteme und Spachtelmassen aufgelöst. Vor der Verlegung der Hauptverwaltung nach Düsseldorf im Jahr 1986 beschäftigte das einstige Stammwerk von Rigips in Bodenwerder mehr als 700 Mitarbeiter, im Zuge der Verlagerung der Verwaltung und Eröffnung eines neuen Plattenwerkes bei Gelsenkirchen-Scholven wurden in Bodenwerder Ende der 80er Jahre 450 Arbeitsplätze abgebaut. Bedeutungsvoll werden diese Zahlen im Zusammenhang mit dem Streit um den Gipsabbau am Lichtenstein bei Osterode im Südharz. Als im Jahre 1993 über einen umfangreichen Abbauantrag am Lichtenstein entschieden werden sollte, setzte das Management Politiker und Behörden in der Region mit dem Arbeitsplatzargument massiv unter Druck: Wenn die Abbaufelder am Lichtenstein nicht genehmigt würden, wäre der Abbau der damals 250 Arbeitsplätze unumgänglich. Trotz der 1994 erfolgten Genehmigung von 3 von 5 Beantragten Abbaufeldern reduzierte Rigips die Belegschaft in Bodenwerder von 250 auf 180. Dieser Fall zeigt eindrücklich, dass die Arbeitsplätze in der Gipsindustrie nicht mit der Genehmigung neuer Steinbruchflächen erhalten werden könnten. Bereits im März 2001 wurde im Rigipswerk in Gültstein die Plattenproduktion eingestellt. Als Gründe wurden vom Rigips-Management auch hier die konjunkturelle Situation und die schwache Nachfrage angeführt. Fortan ist Gültstein nur noch Logistikzentrum, während die Produktionsanlagen nach Osteuropa verlagert werden sollten.
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31.08.2002 Fachtagung bestätigt:
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12.08.2002 Gipsfirma droht MillionenstrafeHeidelberger Zement erneut an Zementkartell beteiligt BONN - Nach eigenen Angaben hat das Bundeskartellamt am 4. Juli Zementhersteller in Deutschland wegen mutmaßlicher jahrelanger Absprachen durchsucht. Darunter auch zweitgrößte deutsche Zementhersteller Heidelberger Zement, der mit seinen Töchtern Maxit und Ellricher Gipswerk auch den Südharzer Gipskarst ausbeutet. Ein Quotenkartell ist ein Kartell, bei dem der Absatz einheitlich organisiert ist. Bereits vor 3 Jahren gab es ein Kartellverfahren: Im Herbst 1999 hatte die Wettbewerbsbehörde im bis zu diesem Zeitpunkt größten Verfahren ihrer Geschichte Bußgelder in Höhe von rund 370 Mio. DM gegen 69 Firmen und 51 verantwortliche Geschäftsführer der Transportbeton-Branche verhängt. Bei dem im Mai 2001 abgeschlossenen Kartellverfahren wurden Geldstrafen von fast 24 Mio. DM von Heidelberger Zement eingetrieben. Das Pariser Unternehmen Lafarge, das im Gipskarst unter dem Namen Turmgips die Osteroder Kreuzstiege zerstört, musste 18 Mio. DM zahlen. Nun wird gegen eine weitere Verletzung des Kartellrechts ermittelt. Das Bonner Bundeskartellamt hat im Juli im Rahmen einer bundesweiten Aktion gegen 30 Unternehmen der Zementindustrie Unterlagen über Preis- und Mengenabsprachen, aufgeteilt nach Regionen, sichergestellt. In die verbotenen Absprachen über Absatzmengen der Zementhersteller sollen offenbar auch andere Unternehmen der Baustoffindustrie verwickelt sein. Dabei soll es Hinweise auf eine jahrzehntelange Kartellierung der Branche geben. Die Heidelberg Zement hat unterdessen Ermittlungen des Bundeskartellamtes bei dem Unternehmen bestätigt. Beamte durchsuchten den Angaben zufolge bereits am 4. Juli sowohl die Hauptverwaltung, als auch ein Werk am Standort Leimen. Der zuständige Beschlussabteilungsleiter des Bundeskartellamts, Andreas Knochenhauer, sagte, eine Reihe von Unternehmen müsse schon in Kürze mit hohen Bußgeldern rechnen. Im Einzelfall werde voraussichtlich eine dreistellige Millionenhöhe erreicht, insgesamt auf jeden Fall ein Milliardenbetrag, so Knochenhauer weiter. Auch aus Brüssel drohen Bußgelder in Milliardenhöhe. Die Brüsseler EU-Kommission plant Prüfverfahren gegen Absprachen bei Preisen, Mengen und Absatzgebieten in der Branche. Hintergrund sind die Ermittlungen des Bonner Kartellamts. Falls erforderlich, sollen tiefer gehende Verfahren auf europäischer Ebene durchgeführt werden. Es besteht der Verdacht, dass es nicht nur auf dem deutschen Markt, sondern auch in Teilen der Europäischen Union entsprechende Absprachen gegeben haben soll. Hoffnung auf mildere Strafen dürfen sich all die Unternehmen machen, die wie Heidelberg Zement offen mit dem Kartellamt kooperieren. Sollte sich herausstellen, dass sie an dem Preis- und Quotenkartell selbst beteiligt gewesen sind, winkt ihnen durch eine "Kronzeugenregelung" eine Straferleichterung. Die Investmentbank Goldman Sachs hat die Aktie der Heidelberg Zement unterdessen von "Market Outperform" auf "Market Perform" zurückgenommen. Die Aktien notierten am 12. August rund vier Prozent schwächer. Kommentar der Naturfreunde: Hinweis:
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August 2001 Abwanderung zu den Märkten im OstenVollgipsplattenwerk Wagner-Orth in Klein-Furra, Thüringen schließt Wegen allgemein schlechten Absatzmöglichkeiten auf dem deutschen Markt, schließt das Vollgipsplattenwerk Wagner-Orth in Klein-Furra, Thüringen, und siedelt nach Russland um. Dies teilte der Geschäftsführer Herr Wagner auf der Thüringer Landtagsanhörung zum Gipsabbau im Landkreis Nordhausen mit. Das Werk beschäftigte rund 20 Mitarbeiter.
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25.06.2001 Besucher in den Osterode Gipsbrüchen hinter's Licht geführt?Betreiber sagen: Natürlicher Gips ist oftmals nicht ersetzbar Osterode (gf). Natürlicher Gips ist als Werkstoff in vielen Produkten unverzichtbar. Das erfuhren viele Hunderte von Gästen am Samstag am "Tag des offenen Steinbruchs" in den Osteroder Firmen "Hilliges Gipswerk" (Markenzeichen "Krone Gips") und Harzer Gipswerke Robert Schimpf und Söhne" (Markenzeichen "Adler Gips") sowie im Steinbruch "Rigips". (...) Krone-Gips produziert mit ca. 45 Beschäftigten etwa 60.000 Jahrestonnen (jato) aus eigener Erzeugung und vertreibt 10.000 jato Handelsware. Adler Gips produziert mit 35 Beschäftigten 40.000 jato. Kommentar:
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23.06.2001 Tag der offenen GipssteinbrücheFünf Standorte - neun Betriebe - eine Region Von 10:00 bis 15:00 Uhr bieten neun Gipswerke in drei Bundesländern bzw. in vier Landkreisen Steinbruch-, Maschinen- und Werksbesichtigungen und "Kurzweil für die ganze Familie":
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Mai 2001 Spezialgipse aus REA-GipsNeues Verfahren zur Herstellung von alpha-Halbhydraten Die Firma proMineral (Niederrhein) hat ein neues Verfahren zur Herstllung von
alpha-Halbhydraten aus REA-Gips zur Produktions Mit diesen Entwicklungen sind nun auch die Aussagen der Südharzer Gipsindustrie und des Bundesverbandes Gips, ausschliesslich Naturgips können für Spezialgipse eingesetzt werden, wiederlegt.
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Februar / April 2001 REA-Gips-Aufkommen in DeutschlandNeue Zahlen von proMineral Gemäß Statistiken der Firma proMineral war das REA-Gips-Aufkommen in Deutschland im Jahr 2000 auf 6,3 Mio. Tonnen gestiegen. Bis etwa zur Wende produzierte Westdeutschland aufgrund der gesetzlichen Verpflichtung zur Rauchgasent-schwefelung (1986) jährlich ca. 3,3 Mio. Tonnen REA-Gips. Nach der Wende mußten auch die neuen Bundesländer die Kraftwerke entschwefeln. Dadurch sind seit 1992 die REA-Gips-Mengen in Ostdeutschland kontinuierlich gestiegen. 1999 betrug sie 4,0 Mio t. Somit beträgt das gesamte REA-Gipsaufkommen der BRD aktuell über 7,3 Mio t /Jahr allein für die großen Kohlekraftwerke. Regionale kleinesere Kraftwerke sind in diesen Zahlen noch nicht erfasst. Die Zahlen aus der hier zitierten Statistik waren auf den Internetseiten der Firma proMineral veröffentlicht. Seit April 2001 ist diese Statistik auf der Website von proMineral verschwunden - möglicherweise auf Druck der Naturgipsindustrie, die in der Öffentlichkeit gerne den REA-Gipsanfall von 1995 als neueste Zahlen nennt. KNU dokumentiert hier die verschwunde proMineral Grafik im Original:
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Dezember 2000 Blauer Umweltengel für REA-GipsprodukteGipsindustrie verweigert Produktkennzeichnung Die Gipsindustrie weiß seit vielen Jahren, dass für Gips-Produkte aus 100% REA-Gips der Blaue Umweltengel vergeben wird. Dennoch verwendet die Gipsindustrie dieses Gütezeichen für keines ihrer Produkte aus REA-Gips. Der Grund dafür ist, dass die Firmen durch eine Kennzeichnung des umwelfreundlicheren REA-Gipses einen Image-Verlust für den Naturgips - verbunden mit einer Sensibilisierung der Verbraucher für die Abbauproblematik - befürchten. Da der Naturgips-Abbau eine hohe Rendite abwirft, wird er in vielen Fällen dem REA-Gips-Einsatz vorgezogen, auch wenn der REA-Gips dem Naturgips baubiologisch und verfahrenstechnisch ebenbürtig ist. Wir danken der Jury Umweltengel dass sie dennoch zukunftsweisend die Vergabekriterien "Blauer Umweltengel REA-Gips-Produkte" aufrecht erhält.
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