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Nachrichten zu Kanada 2005

wie auch zu Urwäldern in ganz Nordamerika

 

Schlagzeilen:

 

Anmerkung:  Das Datum der Artikel bezieht sich auf den Zeitpunkt der Nachricht
und nicht auf den Tag, an dem diese Meldung in der Website von KNU erscheint.

 

  

 

     

13.12.2005
Quelle: Raincoast Conservation Society

Jagdlizenz von Umweltgruppe aufgekauft

Great Bear Rainforest bald ohne Trophäenjäger aus USA und Europa

VANCOUVER - Die Raincoast Conservation Society hat für 1,35 Mio Can. Dollar eine 20000 Quadratkilometer umfassende Trophäenjagd-Lizenz im Great Bear Rainforest aufgekauft. Ihr Ziel ist es, Grizzly, Schwarz- und Kermode-Bär Populationen vor dem Abschuss schützten zu können, ebenso auch Wolf, Puma und Vielfraß.

Unterstützt wird der Schritt weg von der Trophäenjagd von den lokalen First Nations, wie auch von Tourismusunterenhemen, die auf Tierbeobachtung setzen.

Durch den Kauf der Jagdlizenz, kann das jetzt beauftragte Unternehmen Raincoast Outfitters Ltd. vorerst nur steuern, ob Nicht-Kandier jagen und somit zum Beispiel Trophäenjäger aus Europa ausschliessen. Bei Nichtausschöpung der von der Provinz festgelegte Jagdquote dürfen nach bisherigem Recht kanadische Jäger den Abschuss tätigen. Die Raincoast Conservation Society arbeitet auf eine Absenkung der Abschussquaote durch die Regierung hin.


 

     

 

     

30.05.2005
Quelle: David Suzuki Foundation

Neue Bilanz zum Great Bear Rainforest

Status Report 2005 veröffentlicht

VANCOUVER - Die David Suzuki Foundation wertete die neuesten Beobachtungen über die Forstwirtschaft im Great Bear Rainforest (Central Coast Planungsgebiet) und North Coast Planungsgebiet aus.

Der Bericht "Canadas Rainforest Under Threat" kann unter www.canadianrainforests.org heruntergeladen werden.


 

     

Mit Seeläusen
befallene Junglachse
 
(Foto: Alexandra Morton)

   

31.03.2005
Quellen:
Scienceticker.info, Wissenschaft.de, David Suzuki Foundation

Wildlachse verseucht durch Aquakultur

Neuer Forschungsbericht: Gefahr ist größer als bisher vermutet

LONDON - Kanadische Wissenschaftler berichten in der aktuellen April-Ausgabe der renommierten Wissenschafts-Publikation "Proceedings of the Royal Society, Series B" von Forschungsergebnissen an einer typischen Lachs-Aquakultur im Broughton Archipelago bei Vancouver Island.

Lachsfarmen sind für junge Wildlachse ein oft tödliches Gesundheitsrisiko. Kommen die Jungfische in die Nähe der Farmen, infizieren sie sich schnell mit Seeläusen aus den Aquakulturen – kleinen Parasiten, die sich in das Muskelfleisch der Fische einfressen. Die Gefahr ist größer als bisher vermutet, stellen die kanadische Wissenschaftler fest.

Ein Forschungsteam um Marty Krkosek von der University of Alberta begleitete rund 5.500 junge Wildlachse, die in British Columbia nach dem Schlüpfen die Flüsse hinunter in Richtung Pazifik schwammen. Über eine Strecke von 60 Kilometern wurden in Abständen von zwei bis vier Kilometer Jungfische auf Parasiten untersucht.

Dabei stellten die Forscher fest, dass schon eine einzelne Fischfarm mit Zuchtlachsen die Wildbestände über eine Strecke von 30 Kilometern infizieren kann. Wilde Lachse, die in die Nähe der Farmen geraten, werden 73 mal stärker von Seeläusen befallen.

"Bis jetzt haben Regierung und Industrie entweder geleugnet, dass Seeläuse aus Fischfarmen ein Problem sind oder mehr Forschung gefordert", sagte Jay Ritchlin, Meeresspezialist der David Suzuki Foundation. "Mit der neuen Studie ist der Zusammenhang nicht mehr abstreitbar – und die Situation ist schlimmer, als wir sie uns vorgestellt haben."

Der Forschungsbericht ist damit zu einem Politikum geworden, dass auch im deutschen Sprachraum in zahlreichen Tageszeitungen und Onlinemagazinen zitiert wird.

>>>  Mehr Informationen und Downloadadresse vom Forschungsbericht auf der Hintergrundseite zu Fischfarmen


 

   

 

   

12.03.2005
Quelle: AKU, Ecodevelop

Infoaktion auf der ITB

AKU im Gespräch mit Ausstellern & Besuchern der Internationalen Tourismusbörse  -  Petition überreicht

ITB: Ojibwe First Nations und AKU Aktivisten

BERLIN - VertreterInnen des Arbeitskreis Nördliche Urwälder statteten der ITB, größte Touristikmesse in Deutschland, einen Besuch ab. Das Ziel: Reiseveranstalter und Kanadatouristen in persönlichen Gesprächen über die Waldzerstörung zu informieren, Erfahrungen austauschen und Kontakte knüpfen.

Sie übergaben außerdem eine Petition an British Columbias staatlichen Tourismus Stand (B.C. Tourism), die an die Verantwortung der Tourismusindustrie für den Erhalte der Wildnis appelliert.

Ein kommerzieller Tourismusanbieter aus B.C. äußerte im Gespräch mit AKU, dass der Tourismus in B.C. auf eine unversehrte Natur als Kapital angewiesen sei. Er bestätigte, dass Kanada-Touristen durchweg erschrocken auf die endlosen Kahlschläge reagieren, die sie vom Flugzeug aus erblicken, während die Touristenrouten zu einem großen Teil auf Strecken verliefen, von denen aus die Kahlschläge nicht zu sehen seien.

Nach Angaben vom Forum Anders Reisen wächst der sanfte Naturtourismus ungemindert; auch die ITB trägt dem Rechnung - sie ordnet Ökotourismus der "Trends & Events"-Halle zu.

Beim Verteilen der neuesten Infoblätter von AKU an Kanada-interessierte Messebesucher bestätigte sich der Eindruck, dass "der kritische Reisende" mit einem offenen Herz für andere Kulturen nicht nur als Randgruppe existiert und dass Bedarf an mehr Hintergrund-Informationen vorhanden ist. Auffallend war, dass vor allem junge Messebesucher Interesse an den Naturschutz-Hintergründen und den aus der großindustriellen Kahlschlag- und Lizenzwirtschaft resultierenden Sozial- und Umweltproblemen zeigen.

ITB Infogespräch von Christian Offer


 

   

 

   

08.02.2005
Quelle: Vancouver Sun, Friends of Clayquot Sound

Urwald auf Vancouver Island in Gefahr

Interfor greift intaktes Urwaldtal im Clayoquot Sound an

TOFINO - International Forest Products (Interfor) baut gerade ein Forststraße in eines der letzten ungestörten Täler im Norden des Clayoquot Sound . Das Gebiet 50 Kilometer nördlich von Tofino gelegenen Urwaldtal nennt sich "Hesquiat Lake Creek" und ist eines der wenigen Urwaldtäler auf der zu 75% abgeholzten Vancouver Island.

Es ist seit 14 Jahren das erste Mal, dass ein komplett intaktes Tal im Clayoquot Sound von der Holzindustrie in Angriff genommen und mit einer Forststraße durchschnitten wird. Interfor plant vorerst den Bau von 2,5 km Straße und will dann als Anfang 15 Hektar Urwald selektiv einschlagen. Interfor verfügt jedoch bereits über Genehmigungen für weitere Einschläge in 3 intakten Urwaldtälern.

Die Friends of Clayoquot Sound bitten um Protestschreiben direkt an den Chief Forester von Interfor: Ric Slaco, Chief Forester and VP, Interfor, (001) 604-817-8019, ric_slaco@interfor.com


 

   

"Kanadas vergessene
Küste" - Buchpreis für
Johanna Zoll für die beste Jahresring- Zählung
 

 

   

19.01.2005
Quelle: AKU

Kanadas Touristen blickten hinter die Kulissen

Rund 13 000 Reiselustige konnten sich am Wochenende auf der Rostocker Urlaubsmesse "Viva Touristika" am größten Stand im Kanada-Bereich der Messe über die Waldzerstörung informieren

ROSTOCK - Neben Clubschiffen, Weinproben, Fahrradfahren in Mecklenburg-Vorpommern und Reiseangebote in alle Welt gab es auf der diesjährigen Touristikmesse in Rostock auch Hintergrund-
informationen der anderen Art:
Ausstellung und Infostand von AKU machten die Bedrohung der kanadischen Wildnis, die doch so viele Abenteurer, Romantiker und alle anderen Touristen lockt, durch die Kahlschlagpolitik der internationalen Holzindustrie und der kanadischen Regierung zum Thema.

Nicht nur andere Messeaussteller begrüßten diese Art der Hintergrundinformationen auf der VIVA-Touristika, sondern auch der Großteil der ca. 8000 Besucher waren sehr interessiert und über die Forstwirtschaft in Kanada bestürzt. Viele, die zunächst das Gewinnspiel belagerten, ließen sich auf ein Gespräch ein, unterschrieben einen Appell an die kanadische Regierung zum Schutz der Regenwälder an Kanadas Pazifikküste, spendeten, nahmen Informationsmaterial mit nach Hause und strömten in den jeden Messetag gezeigten Diavortrag "Kahlschlag für Deutschland".

Eine Stammscheibe einer Yellow Cedar (=Nootka-Scheinzypresse) aus einem Kahlschlag Bergwäldern im Clayoquot Sound forderte zur Altersschätzung oder Zählung der Jahresringe heraus. Johanna Zoll aus Rostock gewann das Quiz und damit das von Patagonia gestiftete Buch "Kanadas vergessene Küste" über den Great Bear Rainforest - Autor: Ian McAllister.

Details über Messe, Ausstellung und Quiz finden Sie > hier <.


 

   
    

15.01.2005
Quelle: KNU / AKU

Waldausstellung auf Kanada-Messe

Touristikmesse "Viva Touristika" bietet auch Infos zur Waldzerstörung

ROSTOCK - Der Arbeitskreis nördliche Urwälder (AKU) und Urgewald sind auf der Tourismusmesse "Viva Touristika" mit einem Infostand und dem täglich gezeigten Diavortrag "Kahlschlag für Deutschland" vertreten. Die Messe in Rostock am IGA-Gelände vom 15.01.-16.01.2005 wendet sich mit dem Schwerpunktthema Kanada an interessierte Urlauber.

AKU ist der einzige nichtkommerzielle Aussteller zum Thema Kanada und möchte mit 5 Kanada- und Waldspezialisten die Messebesucher über die Schutzbedürftigkeit der Urwälder informieren und dazu ermuntern, in Kanada auch die Kahlschläge wahrzunehmen und sich für den Erhalt der Urwälder einzusetzen. Die Ausstellung lehnt sich dabei an den neuen AKU-Flyer "Kanada" an, der auch zum Download zur Verfügung steht.


   

Text:  ArbeitsKreis nördliche Urwälder (AKU) nach Nachrichtenmeldungen aus den angegebenen Quellen
Fotos: Dorit Mersmann, Fam. Zoll


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